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Abreiten
Das Pferd wird zu Beginn der Arbeit gelöst oder gelockert.

Aufrichtung
Es gibt die relative Aufrichtung und die absolute Aufrichtung. Ein relativ aufgerichtetes Pferd ist frei beweglich im Rücken, senkt die Kruppe ab und ist so in der Lage weit unter den Schwerpunkt zu treten. Ein absolut aufgerichtetes Pferd ist in der Kopf-Hals-Achse kurz und hoch eingestellt, hat einen hohlen Rücken und ein herausgestelltes Hinterbein, ein so gerittenes Pferd ist nicht in der Lage das Gewicht des Reiters mit losgelassenem Rücken zu tragen. Durch das herausgestellte Hinterbein ist eine Versammlung nicht möglich. Ein Pferd das dauerhaft in absoluter Aufrichtung geritten wird, wird früher oder später große gesundheitliche Probleme bekommen. Ein Pferd das in relativer Aufrichtung mit getragenem Rücken geritten wird, ist hingegen losgelassen, taktsicher und in der Lage sich zu Versammeln.

Aussitzen
Dieser Begriff wird beim Traben verwendet und bedeutet, dass das Gesäss des Reiters im Sattel bleibt und nicht wie beim Leichttraben aus dem Sattel aufsteht. Das Aussitzen sollte erst erfolgen, wenn das Pferd gelockert ist, damit sie das Pferd im Rücken nicht verspannt.
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CSI
Kürzel für Concours de Saut International (Internationales Springturnier) Aus den Kürzeln lässt sich der Status einer Veranstaltung und die pferdesportliche Disziplin ableiten. Beispielsweise: CDI=Internationales Dressurturnier, CSN/CDN=Nationales Spring-/Dressurturnier,CHIO=Offizielles Internationales Turnier in mehreren Disziplinen (höchster Status einer Veranstaltung), CA=Concours d`Attelage (Fahren), CC=Concours Complet (Vielseitigkeit).
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Dehnungshaltung
Bei der Dehnungshaltung geht das Pferd mit nach vorn und unten gedehntem Hals, wodurch das Nacken-/Rückenband gespannt wird, der Rücken wird aufgewölbt, das Pferd ist in der Lage das Gewicht des Reiters durch den Zug der oberen Verspannung zu tragen. Der lange Rückenmuskel ist entspannt und losgelassen. Ein so gerittenes Pferd kann die Schukraft der Hinterhand durch den Rücken fließen lassen, welche über das Genick schließlich in der Hand des Reiters endet. So lässt sich eine Anlehnung von hinten nach vorne aufbauen.

Deutsche Reiterliche Vereinigung
Im Alltag als FN ( Federation Equestre Nationale) bezeichnet. Spitzenorganisation des Reitsports in Deutschland und Hauptverband der Zucht. Jede Nation verfügt über einen Spitzenverband im Pferdesport.
Siehe auch: FN »

Distanzreiten
Beim Distanzreiten geht es darum, mit dem Pferd eine vorgegebene Distanz in schnellstmöglicher Zeit zu reiten. Die Königsklasse in díesem Marathon zu Pferde ist der 100 Meiler. Reiter und Pferd legen an einem Tag 160 Kilometer zurück.

Dressur
Die Dressur gilt als Grundlage aller Disziplinen des Pferdesports, sowohl für den Reiter als auch für das Pferd. Es ist die geduldige und systematische Ausbildung des Pferdes auf der Basis des natürlichen Bewegungsrepertoires bis zur Vollendung.

Durchlässigkeit
So bezeichnet man die Fähigkeit eines Pferdes, aufgrund der guten und soliden Ausbildung willig auf Hilfen einzugehen und die geforderten Lektionen problemlos auszuführen. Die Durchlässigkeit ist das Ziel einer jeden Ausbildung.
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Einrahmen
In Reiterkreisen hört man schon mal das man das Pferd besser „einrahmen“ sollte. Der Reiter versucht bei bestimmten Lektionen den Pferdekörper mit den links und rechts verlaufenden Zügeln und seinen Schenkeln einzurahmen, um ein Abweichen von einer geraden Linie zu vermeiden. Der Reiter verhilft dem Pferd mit einer gleichmäßigen Hilfengebung zu mehr Stabilität und Gleichgewicht. Das Pferd bleibt dann immer auf der ihm vorgegebenen Linie.

Exterieur
Damit wird die äussere Erscheinung bzw. die körperlichen Merkmale des Pferdes bezeichnet. Beurteilt werden Kopf, Hals, Widerrist, Schulter, Rücken und Kruppe, die Stellung der Gliedmaßen, die Proportionen des Körpers und die Korrektheit.
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Fahren
Das Fahren eines Pferdes vor dem Wagen erfordert eine besondere Ausbildung der Pferde und desjenigen, der sie mit der Stimme und den Leinen führt. Auch in dieser Pferdesportart gibt es Leistungswettbewerbe verschiedener Disziplinen für Ein-,Zwei-,Vier-, und Mehrspänner.

FEI
Abkürzung für Federation Equestre Internationale. Dieser Ausdruck steht für die Internationale Reiterliche Vereinigung, in der alle Nationalen Reiterlichen Vereinigungen vertreten sind.

Fliegender Wechsel
Das Umspringen vom Links- zum Rechtsgalopp, ohne zwischendurch in den Schritt zu wechseln. Wichtig ist das flüssige Umspringen mit Vorder- und Hinterbeinen gerade nach vorne. In der Dressur wird der fliegende Galoppwechsel erst ab der Klasse M verlangt, also zu einem bereits weit fortgeschrittenem Punkt der Ausbildung von Pferd und Reiter. Der fliegende Wechsel soll in der Dressur perfektioniert Bergauf gesprungen werden. Im Springsport hingegen dient der fliegende Galoppwechsel eher einem praktischem Zweck. Dem Pferd fällt das anreiten eines Sprungs im Linksgalopp wesentlich leichter als im Rechtsgalopp.

FN
Abkürzung für Federation Equestre National, auch Deutsche Reiterliche Vereinigung.
Siehe auch: Deutsche Reiterliche Vereinigung »
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Galopp
Der Galopp ist eine schwungvolle Gangart im Dreitakt in sechs Phasen mit Schwebephase. Beim Galopp unterscheidet man zwischen Links- und Rechtsgalopp

Grand Prix
Internationale Bezeichnung für ein Rennen der besten Pferde, für eine schwere Spring- oder Dressurprüfung. In allen Disziplinen nur für Pferde geeignet, die einen hohen Ausbildungsgrad und Trainingsstand erreicht haben.
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Hand
In der Reitbahn wird entweder auf der linken oder der rechten Hand geritten. Zeigen das linke Beinpaar des Pferdes und die linke Zügelhand zum Inneren der Reitbahn, reitet man auf der linken Hand. Das gleiche gilt umgekehrt für die rechte Hand.

Handwechsel
So nennt man die Änderung der Reitrichtung in der Reitbahn.

Hilfen
Das sind die -möglichst unsichtbaren- Zeichen und Signale, mit denen ein Reiter seinem Pferd mitteilt, wohin und in elchem Tempo es gehen soll. Als natürliche Hilfen bezeichnet man Gewichts-, Schenkel-, oder Zügelhilfen.

Horsemanship
Pferdegerechter Umgang. Ein hohes Mass an Wissen, Kenntnissen und Fähigkeiten sowie die stetige Bereitschaft, diese zum Nutzen der Pferde einzusetzen. Man bezeichnet damit auch eine tadellose Einstellung zum Partner Pferd.
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Kapriole
Eine Figur der Hohen Schule : das Pferd wird zum Absprung aufgefordert, und wenn es fast waagerecht in der Luft schwebt, erfolgt das Ausschlagen mit den geschlossenen Hinterbeinen.

Kat.
Kategorie eines Turniers, also etwa C für Anfängerprüfungen, B für mittelschwere Prüfungen und A für die höchsten Anforderungen.

Klassen
Prüfungen sind nach ihrem Schwierigkeitsgrad in fünf Klassen eingeteilt: E=Eingangsstufe, A= Anfängerstufe, L=leicht, M= mittelschwer, S= schwer.
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Leichter Sitz
Das Gesäss berührt den Sattel nur noch minimal oder gar nicht mehr und entlastet somit den Rücken des Pferdes. Oft wird der leichte Sitz eingesetzt bei Jagden, dem Galopp im Gelände, bei jungen Pferden, oder beim Springen.

LPO
Deutsche Leistungsprüfungs-Ordnung. In der LPO werden Wettbewerbe geregelt, sie ist eine Art Gesetztbuch des Pferdesports.
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Nationenpreis
Das Länderspiel der Reiterei. Dabei tritt in der jeweiligen Disziplin ein Team von vier Reitern zu einem Wettbewerb an. Die Leistungen der Teammitglieder ergeben das Mannschaftsergebnis.
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Paraden
Darunter versteht man das Zusammenwirken der Zügel-, Schenkel-, und Gewichtshilfen. Wichtig ist die Unterscheidung in halbe und ganze Paraden. Halbe Paraden werden gegeben, um das Pferd auf eine neue Aufgabe aufmerksam zu machen. Eine ganze Parade- zum Beispiel zum halten- wird immer durch halbe Paraden eingeleitet.

Pas de deux
Eine Kür, die von zwei Reitern durchgeführt wird. Beide Reiter führen zur gleichen Zeit die gleichen Lektionen aus.

Passage
Eine der schweren Dressurlektionen: eine schwungvolle und erhabene Vorwärstbewegung im Trab mir einer betonten Schwebephase in gleichmässigem Takt.

Piaffe
Vereinfacht gesagt : Der Trab auf der Stelle. Dabei wird ein taktmässiges, erhabenes und senkrechtes Treten auf der Stelle verlangt. Dafür muss das Pferd durchlässig und sorgsam ausgebildet sein. Bei der Piaffe ist es wichtig, dass das Pferd sich in der Kruppe senkt und mit den Hinterbeinen weit unter den Schwerpunkt tritt, damit es sich in den Hanken beugen kann.

Pirouette
Eine Drehbewegung um die Hinterhand. Dabei wird gleichmässig die Gangart eingehalten, und die Hinterbeine fussen gleichmässig in einem kleinen Kreis auf. Für die Pirouette ist höchste Versammlung erforderlich.
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Riderstour
Tunierserie mit fünf bis acht Etappen. Bei jeder Etappe können in einer Wertungsprüfung im Einzel und im Team Punkte gewonnen werden. Wer am Ende die meisten Punkte gewonnen hat, ist Sieger der Riders Tour und gewinnt 250.000,00 €. Die Serie wurde erstmals im Jahre 2001 durchgeführt.

Rückwärtsrichten
Das Pferd wird von seinem Reiter veranlasst, einige Schritte rückwärts zu treten. Dies muss gleichmässig und gerade nach hinten erfolgen.
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Schenkelhilfe
Es gibt die verwahrende Schenkelhilfe, die seitwärts treibende Schenkelhilfe und die vorwärst treibende Schenkelhilfe. Der verwarende Schenkel dient dazu das Pferd zu einer Seite zu begrenzen, um so beispielsweise ein seitliches Ausweichen zu verhindern. Die seitwärts treibende Schenkelhilfe muss korrekter Weise auch vorwärts seitwärts treibende Schenkelhilfe genannt werden, da das Pferd niemal nur zur Seite Treten kann, sondern immer eine Vorwärtstendenz hat. Die vorwärts seitwärts treibende Schenkelhilfe wird immer dann eingesetzt, wenn man das Pferd dazu veranlassen möchte mit dem diagonal verlaufenden Hinter- und Vorderbein vorwärts seitwärts überzutreten. Die Traversale ist ein gutes Beispiel, wo die vorwärts seitwärts treibende Schenkelhilfe zum Einsatz kommt. Die vorwärtstreibende Schenkelhilfe wird eingesetzt um das Pferd fleißig zu machen.

Schritt
Der Schritt ist eine schreitende Gangart im klaren Viertakt in acht Phasen. Geht der klare Viertakt verloren wird der Schritt zu einem Passgang.

Schweif
Den Schweif benutzen Pferde um Fliegen oder andere Plagegeister zu vertreiben. Die Schwanzwirbelsäule bildet die knöcherne Grundlage des Schweifes. Sie besteht aus 18-21 Wirbeln und dient dem Pferd auch als Balancierstange. An der Scheweifhaltung eines Pferdes lässt sich sehr gut seine Zufriedenheit erkennen. Ein Pferd, das losgelassen und zufrieden unter seinem Reiter geht trägt seinen Schweif. Ein Pferd das unzufrieden und verspannt ist, stellt den Schweif auf oder schlägt dauerhaft mit ihm ( man sagt auch ein Pferd Pinselt ).


Sporen
Sporen dienen dem verfeinern der reiterlichen Hilfen und sollten ncht als Marterinstrumente verwendet werden. Es gibt sie in verschiedensten Ausführungen.
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Takt
Bezeichnet das Gleichmass einer Gangart. Der Schritt ist ein Viertakt, der Trab ein Zweitakt und der Galopp ein Dreitakt. Enscheidend ist der gleichmässige Takt in jeder Gangart.
Siehe auch: Galopp »
Siehe auch: Schritt »
Siehe auch: Trab »

Trab
Der Trab ist eine schwungvolle Gangart im Zweitakt in vier Phasen mit Schwebephase. In der ersten und dritten Phase des Trabs befinden befinden sich jeweils die diagonal verlaufenden Hufe auf den Boden, also entweder die Hufe vorne links und hinten rechts oder die Hufe vorne rechts und hinten links. In der zweiten und vierten Phase befindet sich kein Pferdehuf auf dem Boden, hier spricht man von der Schwebephase.
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Versammlung
Das Pferd nimmt mit der Hinterhand mehr Gewicht auf, senkt die Kruppe, und entlastet die Vorhand. Die Hanken sind gebeugt und das Pferd tritt weit unter seinen Schwerpunkt.

Vielseitigkeitsreiten
Gleich drei Disziplinen versteht man unter Vielseitigkeitsreiten. (auch Military genannt) Springen, Dressur und Geländereiten wird verlangt.
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Xenophon
Griechischer Feldherr und Geschichtsschreiber. Er schrieb "Peri hippikes" und "Hipparchikos" und formulierte Grundsätze des Reitens, die teilweise bis heute wirken. Nach Ihm wurde auch der Verein "Xenophon" für den Erhalt und die Förderung der klassischen Reitkultur benannt.
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Übergänge
So nennt man en ersten Moment des Wechsels von einer Gangart in die nächste oder von einer Lektion in die andere. Die Übergänge sollen fliessend und harmonisch sein, das Pferd nicht aus dem Takt bringen und weich erfolgen.

Überstreichen
Der Reiter schiebt beim Überstreichen seine Hände deutlich in Richtung Mähnenkamm des Pferdes. Er gibt also für einen Moment von 2-3 Pferdelängen seine Anlehnung zum Pferdemaul auf. Mit dem Überstreichen kann überprüft werden, inwiefern das Pferd trotz fehlender Anlehnung, korrekt an den sonstigen Reiterhilfen (Gewicht- und Schenkelhilfen) steht. Im Idealfall soll das Pferd beim Überstreichen seine korrekte Haltung nicht verlieren.
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Zentaurin
Vor allem die Griechische Mythologie ist reich an Pferden und pferdeähnlichen Wesen, den Zentauren: Mischwesen aus Mensch und Pferd, mit dem Oberkörper eines Menschen und dem Unterteil und den Beinen eines Pferdes. Wir haben diesen Namen für unser Portal gewählt "um die im idealfall" Harmonie des Menschen mit dem Pferd zu symbolisieren. Die Vernunft des Menschen vereint mit der Kraft und Güte des Pferdes.